Was ist Systemische Familientherapie?

 

Systemisches Familienstellen ist eine Methode aus der Psychotherapie, bei der

in einer Gruppe ein Bild der eigenen Familie aufgestellt wird. Hierzu stellt der Klient Stellvertreter für die einzelnen Familienmitglieder - einer auch die eigene Person – auf eine vorgegebene Fläche.

 

Jeder Person wird mit großer Konzentration und Achtsamkeit in diesem Raum ein Platz und eine Blickrichtung gegeben. Dabei wird weder eine bestimmte Haltung noch ein bestimmtes Gefühl vorgegenen. Die Stellvertreter wissen nur, dass sie z.B. die Mutter, der Großvater, der Bruder, der Ehemann o.ä. sind. Mehr Information sind für die Stellvertreter nicht nötig.

 

Nach einem kurzen Moment geschieht ein beeindruckendes Phänomen: Die Stellvertreter im Raum erspüren eine erstaunliche Vielfalt von Gefühlen und Beziehungen in der jeweiligen Familie.

 

Die Stellvertreter teilen aus der Rolle heraus mit, was sie wahrnehmen. In diesem Prozess lösen sich dann peu a peu viele Spannungen, wenn sie nur aufgedeckt und ausgesprochen werden. Während der Aufstellung benutzt der Leiter dann individuell passende einfache Sätze, die lösend und dadurch heilend wirken. Dabei entscheidet die Wirkung auf die anderen aufgestellten Stellvertreter, ob ein Satz passt und „ankommt“ und somit eine echte Veränderung herbeiführt. So werden im Lösungsprozess verschiedene Sätze ausprobiert und somit auf Stimmigkeit überprüft.

^
Smiley face